Donnerstag, 16. Juni 2011

Von der Zufriedenheit


Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Wachsen und Vergehen. So wie die Natur ist auch der Mensch als Naturwesen in diesem Rhythmus verhaftet. Hat man die Ernte des Lebens eingebracht, kann man sich zur Ruhe begeben. Ein gelungenes Leben erkennt man daran, dass man diese Ruhe findet. Dass man zufrieden auf das zurückschauen kann, was man erreicht hat und nicht das Gefühl hat, etwas versäumt zu haben. Ein gelungenes Leben ist eines, das die Welt im Rahmen seiner Möglichkeiten wieder ein Stück weiter gebracht hat, Platz gemacht hat für neues Leben. Ein gelungenes Leben kann man ohne Brüche in der gewohnten Umgebung und im Kreise derer, die einem wertvoll sind, beenden.


Ein gelungenes Alter ist, wenn man bis zum Lebensende am gesellschaftlichen und familiären Leben teilnehmen kann, nicht an den Rand gedrängt, unsichtbar gemacht wird. Gelungenes Alter braucht keine Politiker, welche einem gönnerhaft den Arm um die Schulter legen, um sich ein populäres Image zu geben. Die Würde des Lebens besteht darin, seine Autonomie bewahren zu können, auch wenn man die eine oder andere Unterstützung zur Bewältigung des Alltags braucht. Würde ist, nicht als BittstellerIn auftreten zu müssen, sondern über ein ausreichendes Einkommen zu verfügen, so wie man als älterer Mensch selbstverständlich solidarisch die Jungen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützt.


Ein malerisches Bild hat sich mir nachdrücklich eingeprägt. Ein alter Mann, der auf Schaffellen sitzend den ganzen Tag in einer schattigen Ecke an der Straße einer marokkanischen Kleinstadt sitzt. Und ständig kommen Leute vorbei, grüßen ihn, wechseln ein paar Worte. Der Alte, sicher nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen, ist einfach nur da. Ruht in sich und wirkt zufrieden.


Montag, 17. Januar 2011

Wichtig

Es ist nicht wichtig wie alt man wird, sondern wie man altert!

Montag, 26. Oktober 2009

Abschied

Du scheidest aus, stehst am Wegrand und sie brausen an dir vorbei. Ohne Rücksicht auf deine Gefühle.
Da stehst du nun mit deinem Binkerl an Erfahrungen, die keine/r will.
Verflucht: Alle müssen immer wieder das Rad neu erfinden. Haben wir uns umsonst geschunden, engagiert, gerackert?
Tonnen von Papier werden entsorgt, die einst Bedeutung hatten. Was bleibt?
Kein Hahn kräht nach dir, wenn du zurück bleibst, nicht mehr mithechelst!

Sonntag, 11. Oktober 2009

Gedankensplitter

Es tut dem Selbstbewußtsein gut, wenn man im höheren Alter in den Spiegel schaut und dabei nicht mehr so gut sieht...

Mit 60 hat man sein Leben gelebt. Ab da ist jeder Tag ein Gewinn. Das Haus ist bestellt, die Kinder versorgt, die Kredite abgezahlt. Viel Freiheit, das zu tun, was einer wichtig ist.

Samstag, 10. Oktober 2009

Der wohlverdiente Ruhestand

Tatsache ist, daß du ab einem bestimmten Alter - Frauen früher als Männer - praktisch entmüdigt wirst. Nicht nur daß man sein passives Wahlrecht verliert - die wenigsten Abgeordneten sind über 65 - man wird mitsamt seiner in einem langen Leben erworbenen Kompetenz ins Altenteil übersiedelt. Viele möchten länger arbeiten, es fehlen aber die entsprechenden Jobs und die Arbeitszeitmodelle für Ältere. Einer Gruppe von künftig 30 % der Bevölkerung wird auch die Kreditwürdigkeit abgesprochen, ganz abgesehen von unzähligen alltäglichen Diskrimierungen.

Wehren wir uns - wer sonst soll es für uns tun?

Sonntag, 13. September 2009

Sprung ins kalte Wasser

Der Sommer ist vorbei, der Altweibersommer beginnt. Mal sehen, was der neue Lebensabschnitt für mich bereit hat!